Diabetes Versorgung

Friedbert Heggemeier exam. Krankenpfleger Diabetes Pflegefachkraft

Friedbert Heggemeier
exam. Krankenpfleger
Diabetes Pflegefachkraft

Der Anteil älterer und hochbetagter Menschen in unserer Gesellschaft steigt. Mit zunehmendem Alter und Wohlstand  wächst parallel das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken. Wir wissen, welche besondere Pflege und Aufmerksamkeit Diabetiker brauchen – angefangen von Ernährungsberatung über eine spezielle Hautpflege und Versorgung chronischer Wunden bis hin zu Blutzuckerkontrollen, Insulin-Injektionen und einer ausgefeilten Insulintherapie.

Was ist Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus ist der Sammelbegriff für heterogene Störung der Regulation des Glukosestoffwechsels mit dem Leitbefund “ chronische Hyperglykämie“

1. Ursache: Absoluter Insulinmangel

Durch Insulin- Sekrektionstarre gelangt kein Insulin aus der Bauchspeicheldrüse  in die Blutbahn.

2. Ursache: Insulinverwertungsstörung

Durch Insulinverwertungsstörung gelangt nicht ausreichend Insulin aus der Blutbahn (enthält bereits Glukose aus Dünndarm) in die Zellen (Leber, Muskeln, Fett)

Beschwerden bei Diabetes

Hypoglykämie (Unterzuckerung)

Der Blutzuckerwert ist  unter 60 mg/dl (3,3 mmol/l)

Symptome: Schwitzen, Schweißausbruch, kalte feuchte blasse Haut, Heißhunger, Herzklopfen, Muskelschwäche (Zittern), Konzentrationsschwäche, Stimmungsschwankungen (Aggression, Depression), Sehstörungen, bis hin zur Bewusstlosigkeit

Hyperglykämie (Überzuckerung)

Der Blutzuckerwert ist höher als 240 mg/dl (13,3 mmol/l)

Symptome: Schlappheit, Müdigkeit, schlechte Wundheilung, häufiges Wasserlassen und Durst, Sehstörung, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, bis hin zur Benommenheit und Bewusstlosigkeit

Behandlungsmöglichkeiten

gesunde Ernährung und Bewegung (Änderung des Lebensstils)

Therapie mit oralen  Antidiabetika (Diabetestabletten) nach ärztlicher Verordnung

Insulintherapie nach ärztlicher Verordnung

Therapieziele

Lebensqualität erhalten

Spätfolgen verhindern

  • durch normale Blutzuckerwerte
  • durch normalen Blutdruck
  • durch normale Blutfette

Blutzucker nüchtern unter 110 mg/gl (6,1 mmol/l)

Komplikationen verhindern

  • keine Unter- und Überzuckerungen
  • keine ambulanten und Stationären Notfälle wegen Unter- und Überzuckerung

Blutzucker unter 200 mg/dl (11.1 mmol/l)

Symptomfreiheit

Vermeiden von Durst, Dehydration, Müdigkeit, häufiges (nächtliches) Wasserlassen

Erhaltung der geistigenLeistungsfähigkeit

Der Diabetiker hält den vereinbarten Utersuchungsrhythmus ein

Diabetische Folgeerkrankungen sind nicht mehr entscheidend für die Lebenserwartung, sehr wohl aber für die Lebensqualität!!!

Pflegerische Leistungsziele

  • Leistungserbringung erfolgt
  • unter Berücksichtigung der vorhandenen Selbstversorgungskompetenz
  • regelmäßig entsprechend des Leistungsauftrags
  • qualitätsgerecht (Arbeiten nach diab. Standards)

Unsere Aufgaben sind

  • gezielte Krankenbeobachtung
  • zielgerichtete Arztkommunikation
  • zielorientierte Dokumentation (z.B. Blutglukosewerte, Spritzstellen…)
  • genauer Leistungsnachweis
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