dementielle Erkrankungen

Jährlich erkranken im Kreis Minden Lübbecke etwa 1300 Personen an einer Demenz. Sie werden zumeist von ihren Angehörigen gepflegt und betreut.

Was ist eine Demenz?

Eine Demenz ist gekennzeichnet von einem zunehmenden Abbau geistiger Fähigkeiten durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn.

Was ist der Unterschied zwischen einer Demenz und Alzheimer?

Demenz ist der Oberbegriff, die häufigste Form ist die Alzheimer Demenz, die 50% – 60% ausmacht.

Welche Symptome weisen auf eine Demenz hin?

• Das Kurzzeitgedächtnis hat auffällig nachgelassen
• Medikamente werden nicht mehr selbständig eingenommen
• Alltagsgegenstände werden gesucht
• Fragen werden häufig wiederholt
• Nachlassendes Zeitgefühl
• Termine werden vergessen
• Zunehmende Interessenlosigkeit
• Umgang mit technischen Geräten wird problematisch z.B. Kaffeemaschine, Waschmaschine
• Körperhygiene lässt nach
• Kochen bereitet Probleme
• Probleme im Umgang mit Geld
• Probleme beim Einkaufen
• Probleme beim Autofahren

Nicht alle Symptome treten bei jedem auf und schon gar nicht alle auf einmal.

Warum ist eine Diagnose so wichtig?

Es ist sinnvoll einen Facharzt (Neurologen) aufzusuchen, der eine genaue Diagnose stellt. Dadurch kann geklärt werden, um welche Form der Demenz es sich handelt. Außerdem kann medikamentös auf bestimmte Verhaltensweisen Einfluß genommen werden.

Es gibt sekundäre Formen der Demenz, die behandelbar sind, z.B.
• Schilddrüsenunterfunktion
• Flüssigkeitsmangel
• Diabetes
• Gehirntumor

Die primären Formen der Demenz sind nicht heilbar wie z.B. die Alzheimer Demenz.
Es ist aber durch Medikamente möglich den Verlauf zu verlangsamen.

Welche Maßnahmen kann ich ergreifen?

• Hilfen durch Medikamente
• Möglichkeiten der Therapie z.B. Ergotherapie, Logopädie
• Möglichkeiten der Beschäftigung
• Hilfen für die Kommunikation

Bei allen Einbußen und Verlusten von Fähigkeiten:
Bei Menschen mit Demenz bleibt die Fähigkeit Gefühle zu empfinden, wahrzunehmen und auszudrücken bis zum Schluss erhalten.

„Das Herz wird nicht dement“

Welche Möglichkeiten habe ich durch die Pflegeversicherung?

Seit 2008 gibt es die Pflegestufe 0 mit zusätzlichen Betreuungsleistungen. Das heißt, dass der Bedarf der Pflegestufe 1 noch nicht erfüllt ist, aber eine eingeschränkte Alltagskompetenz vorhanden ist.
Es muss ein Antrag bei der zuständigen Pflegekasse gestellt werden, der vom medizinischen Dienst geprüft wird.
Diese Leistungen können für die Betreuung des dementiell Erkrankten von bestimmten Institutionen erbracht werden, z.B. durch einen Pflegedienst oder Betreuungsgruppen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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